Modelflug EM 2003 in Markt Gnas

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In bester Erinnerung wird allen Teilnehmern und Besuchern die F4B / F4C Europameisterschaft in Gnas (Steiermark / A) bleiben. Die Organisation war vorbildlich, der Austragungsort ließ nichts zu wünschen übrig, das Wetter meinte es (zu) gut. Bemerkenswert war, dass die Veranstalter es geschafft hatten, den gesamten Ort in den Event zu integrieren.
So gab es zum Beginn und zum Abschluss der Woche einen Umzug der Mannschaften mit Musikkapellen durch das Städtchen jeweils mit anschließendem Bankett.
Die Modelle waren in einer gr0ßen Tennishalle während der gesamten Meisterschaft ausgestellt. Täglich gab es Ausflüge als Rahmenprogramm sowie eine Zeitung über die Ereignisse des Tages und über die einzelnen Mannschaften.
Der Fesselflugkreis war auf einem neuen Sportplatz, der mit Kunstrasen belegt war, welcher wiederum mit schwarzem Kunststoffgranulat aufgefüllt war – eine tolle Sache.
Fünf Nationen waren gemeldet, wovon dann eine (Georgien) nicht antrat.
Die Modelle waren Kennern der Szene fast alle gut bekannt, das Siegermodell zählt mittlerweile 25 Lenze.
Baubewertung war gleich am Sonntag, an den folgenden drei Tagen jeweils ein Flugdurchgang. In Runde 1 krachte es gleich zwei Mal bei den Russen; die Yak wurde überzogen, nachdem ihr Kopilot – zum Glück – per Fallschirm abgesprungen war, die SU-12 landete dank Motorenproblemen – wie auch in Runde 2 – auf dem Bauch. Beide Modelle waren am nächsten Tag wieder startklar. Runde 2 fand dann ohne mich statt, da Probleme mit der Glühautomatik und der elektronischen Motordrossel einen rechtzeitigen Start meiner Boeing 100 verhinderten.
In der letzten Runde flogen dann wieder alle Teilnehmer ihr komplettes Programm, selbst die SU-12.
Sieger war schließlich der AIR-Doppeldecker aus Russland, der während des Fluges ein Banner entrollt und später abwirft und der dank seiner steuerbaren Querruder mit den Flächen wackeln kann. Ein 10er Webra treibt über ein Getriebe die Stößel und ihre Ventile der Cirrus-Motorattrappe an. Ein Betrachter meinte, das so entstehende Geräusch erinnere
ihn an das einer Kaffeemühle.
Teilweise umstritten war die Option der Yak, im Stand ihre Radbremsen zu demonstrieren.
Einige Piloten haben neue Maschinen im Bau, sodass in den nächsten Jahren man mit etwas mehr Abwechslung rechnen kann.
Einen großen Dank auch noch den österreichischen F2B-Fliegern, die als Wettbewerbs- und Startstellenleiter für einen reibungslosen Ablauf auf der Piste sorgten.

Karl-Georg Krafft